Die wichtigsten Fachbegriffe aus Philosophie, Psychologie, IT und Ethik – mit QR-Codes zu den Wikipedia-Artikeln.
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Die kognitive Neigung, Informationen bevorzugt so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie bestehende Überzeugungen bestätigen. Im digitalen Kontext wird dieser Bias durch Algorithmen und Filterblasen technologisch verstärkt.
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Ein von Pierre Bourdieu geprägtes Konzept für die unbewusst erworbenen, dauerhaften Dispositionen und Verhaltensmuster einer Person, die durch Sozialisation entstehen und das Wahrnehmen, Denken und Handeln prägen.
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Ein als unangenehm empfundener psychologischer Spannungszustand, der entsteht, wenn mehrere Kognitionen (Wahrnehmungen, Überzeugungen, Wünsche) nicht miteinander vereinbar sind. Menschen versuchen, diesen Zustand aktiv zu vermeiden.
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Eine psychologische Abwehrreaktion, die auftritt, wenn eine Person eine Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit oder Autonomie wahrnimmt. Im Change Management ist Reaktanz eine der häufigsten Ursachen für das Scheitern von IT-Projekten.
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Eine Form psychologischer Manipulation, bei der das Opfer systematisch in seiner Realitätswahrnehmung verunsichert wird. In digitalen Organisationen kann dies durch selektive Datenpräsentation oder das gezielte Vorenthalten von Informationen geschehen.
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Nach Max Scheler ein heimlicher Groll, der aus der Unterdrückung von Rachegefühlen, Neid oder Hass entsteht. In Organisationen führt Ressentiment dazu, dass Technologie als Instrument der Kontrolle und Disziplinierung missbraucht wird.
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Eine Klasse ethischer Theorien (Pflichtenethik), die Handlungen unabhängig von ihren Konsequenzen bewertet. Maßgeblich ist, ob die Handlung einer moralischen Pflicht entspricht. Zentral bei Immanuel Kant: der Kategorische Imperativ.
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Eine konsequentialistische Ethik (Bentham, Mill), die Handlungen nach ihren Folgen bewertet. Ziel ist die Maximierung des Gesamtnutzens. Im IT-Projektmanagement ist dies oft die implizite Leitphilosophie bei ROI-Berechnungen.
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Eine auf Aristoteles zurückgehende Ethik, die den Charakter und die Haltung des Handelnden in den Mittelpunkt stellt. Im Kontext von KI und Software-Engineering bedeutet dies: Entwickler brauchen nicht nur Regeln, sondern praktische Weisheit (Phronesis).
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Ein Ansatz von Amartya Sen und Martha Nussbaum, der den Fokus auf die tatsächlichen Verwirklichungschancen von Menschen legt. Für das IT-Design bedeutet dies: Ein System ist nur dann ethisch, wenn es die realen Handlungsspielräume seiner Nutzer erweitert.
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Komplexe Softwarelösungen (wie SAP) zur bereichsübergreifenden Planung, Steuerung und Verwaltung aller Ressourcen eines Unternehmens. ERP-Systeme sind nicht nur technische Werkzeuge, sondern kodieren Machtverhältnisse und Verantwortlichkeiten.
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Environmental, Social and Governance – ein Framework zur Bewertung der Nachhaltigkeit und ethischen Auswirkungen von Unternehmenspraktiken. Die Standards IFRS S1/S2 verpflichten Unternehmen zur transparenten ESG-Berichterstattung.
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Das erste umfassende Gesetz zur Regulierung Künstlicher Intelligenz weltweit, verabschiedet von der EU. Es verfolgt einen risikobasierten Ansatz und fordert für Hochrisiko-KI-Systeme zwingend menschliche Aufsicht (Human-in-the-Loop).
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Die erkenntnistheoretische Position, nach der es keine absolute Gewissheit geben kann und alle Überzeugungen – auch wissenschaftliche – prinzipiell fehlbar und revidierbar sind. Grundlage für eine offene, lernende Fehlerkultur in Organisationen.
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